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11.04.15 20:57 Alter: 4 yrs

Kultur macht stark*

Bereich: HSBK Allgemein

Von: U. Schwitte

Stellen Sie sich vor: Ein römischer Legionär aus dem 1. Jahrhundert versetzt sich mit einer Zeitmaschine an den Niederrhein und überspringt dabei 2.000 Jahre. Worüber würde er wohl am meisten staunen? Sind es die verschiedenfarbigen, überdimensionalen Blechdosen auf Rädern, die wir 'Autos' nennen, oder die blinkenden Täfelchen, die fast jeder überall, wo er/sie sitzt, geht oder steht, ans Ohr hält und spricht?

Das Eintauchen in unsere Vergangenheit - so wie sie sich am Rhein rund um Xanten mit Germanen, Römern und Franken abspielte - ist ein Must-do für jeden angehenden Abiturienten des HSBKs. Und so reisten traditionell die Schüler dieser Klasse kurz vor den Osterferien zum Olymp der Geschichte, dem RömerMuseum im Archäologischen Park Xanten (APX). Alltagskultur der römischen Zeit, Funde und beeindruckende Reste der antiken Badeanlage standen auf dem Stundenplan.

Einmal auf dem Kultur-Parcours ging es zum Dom St. Viktor, der als der größte zwischen Köln und dem Meer gilt. Die Grundsteinlegung war vor über 750 Jahren und sein Bau dauerte genau 281 Jahre. Vor rund 50 Jahren wurde die Krypta erweitert und dort Opfer des Nationalsozialismus beigesetzt.

Bei unserem Besuch war das Kreuz als Vorbereitung auf das Osterfest nach einem Brauch aus dem 10. Jahrhundert noch bis nach dem Karfreitagsgottesdienst verhüllt. Ein vergleichsweise junges Element in uralten Gemäuern und besonders sehenswert ist der moderne Bronzealtar aus dem Jahre 1976, den Gernot Rumpf (*1941), deutscher Bildhauer und Medailleur, schuf. Die Altarplatte wird von vier aus dem Boden wachsenden Weinstöcken getragen, in die zahlreiche Tiere und Fabelwesen eingearbeitet sind.

Für die lebendige Vermittlung der Historie Xantens und des Niederrheins erhielten unsere beiden Führerinnen und unser Führer von uns Besuchern im Rahmen der Unterrichtsdiagnostik in sämtlichen Teilbereichen - darunter Nachhaltigkeit - sehr gute Bewertungen. Bestnoten gab es selbstverständlich auch für Planung, Vor- und Nachbereitung dieses Studientages. :-)

So gestärkt und gerüstet befinden sich unsere Schüler inzwischen im Endspurt auf ihre schriftlichen Abiturprüfungen. Ganz klassisch werden sie für die Erledigung der Aufgaben Papier und Tinte verwenden. ;-) Viel Erfolg.

*So heißt das Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, mit dem außerschulische Angebote der kulturellen Bildung zur Zeit gefördert werden.